Solidarität in Zeiten des Corona-Virus

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Mit dem verstärkten Ausbruch der Corona-Pandemie und den damit verbundenen drastischen Einschränkungen kam relativ schnell die Idee auf, älteren oder gesundheitlich eingeschränkten Mitbürgern Hilfe beim Einkaufen oder bei der Bewältigung der Alltagsbedürfnisse zu gewähren. Innerhalb kürzester Zeit wurde diese Idee logistisch umgesetzt. 12 Mitstreiter wurden sofort gefunden. Zeitungsartikel wurden ebenso veröffentlicht wie Berichte in den sozialen Medien. In größeren Wohneinheiten wurden Aushänge angebracht. Ein Telefon wurde extra für diese Hilfsaktion freigeschaltet.

Und dann?

Solidarität und das Bemühen zu helfen, waren schnell da; aber die, für die die Unterstützung gedacht war, blieben fern. Ein paar Anfragen zu den Einschränkungen und der mehrmalige Einkauf für eine ältere Dame aus dem Seniorenheim, das war´s.

Wir mussten erfahren, dass die Nachkriegsgeneration so erzogen war, keine Schwäche zu zeigen und stets selbst zurechtzukommen. Alter ist heute allerdings kein Zeichen von Schwäche mehr. Die heutige ältere Generation arbeitet häufig freiwillig über das Rentenalter hinaus. Sie engagieren sich ehrenamtlich, nutzen das Bildungsangebot der Volkshochschulen und Universitäten aus. Die wichtigste Erkenntnis aber war, die „Älteren“ gibt es eigentlich gar nicht. Die Menschen dieser großen Altersspanne sind so unterschiedlich, wie sie es auch vorher im Leben gewesen sind.

Die Vereinsamung in unserer Gemeinde scheint – glücklicherweise – doch noch nicht soweit fortgeschritten zu sein. Verwandte, Nachbarn, eigens gebildete Gemeinschaften haben sich schnell etabliert und bewährt. Ein Dank geht trotzdem an die Mitstreiter, die ihre Hilfe angeboten hatten.

 
 

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