SPD Sierksdorf - Sympathisch.Stark.Sozial.

380-kV-Stromtrasse

Aktuelles

Wir haben bereits mehrfach ausführlich erläutert, dass die TenneT Abstand von dem fünf Jahre lang favorisierten Binnenlandkorridor nimmt. Bis Ende 2019 galt die Binnenlandtrasse als Ergebnis des informellen Dialoges von 2015, die trotz Mehrlänge als vorzugwürdig erklärt wurde. In einem ersten Kommunaldialog wurde nun versucht, den Bürgermeistern von Altenkrempe, Schashagen und Sierksdorf die neue Trassenführung zu erläutern und deren Zustimmung einzuwerben.

Die TenneT begründet ihre Entscheidungsrevidierung mit veränderten Anforderungen. Nach heutigem Planungsstand ergeben sich aus folgenden Gründen deutliche Anzeichen für eine Neuausrichtung des Vorzugskorridors: dezidierte Berücksichtigung der Vorbelastung (z.B. Schienenhinterlandanbindung, bestehende 110-kV-Trasse), Berücksichtigung der aktuellen Rechtsprechung (Privateigentum), technische Machbarkeit und die Raumverträglichkeit.

Unsere Fragen nach alternativen Möglichkeiten wurden wiederholt mit dem berühmten „Totschlagargument“, die TenneT habe von der Bundesnetzagentur den Auftrag eine 380-kV-Leitung zu bauen und nichts anderes, abgeschmettert.

Für die Gemeinde bedeutet dies wohl 15 Masten und sechs km Freileitung. Von einer Beeinträchtigung des Flugverkehrs auf dem Flugplatz Altona ist laut TenneT nicht auszugehen. Auch der Tourismus wird nicht geschädigt, da die TenneT um einen tourismusverträglichen Korridor bemüht ist. Da sich in Roge die Abstände zwischen 220m und 270m bewegen, wird eine 3 km lange Erdverkabelung geprüft und die Zusammenlegung mit der 110-kV-Leitung erwogen. Für sehr große Verwunderung sorgte die Aussage zur Überbündelung: Wird auf eine private Fläche eine Infrastrukturmaßnahme gelegt, verliert die Fläche deutlich an Wert, deshalb sollte dann ruhig eine weitere Maßnahme auf diese Fläche gelegt werden, um möglichst keine weitere Fläche zu belasten.

Die weitere Vorgehensweise sieht wie folgt aus: angelehnt an das Dialogverfahren 2014/2015 wird die TenneT ihr Projekt in den Fachausschüssen der einzelnen Gemeinden vorstellen und dann in Bürgerdialogen mit den Bürgern die neue Korridor-Verschwenkung diskutieren. Nach Beendigung der Feinplanung soll dann 2024 Baubeginn sein.

Nach diesem ersten Gespräch steht zu befürchten, dass die Gemeinde neben der Festen Fehmarn Beltquerung mit einem weiteren Großprojekt belastet wird. Aber solange nicht der erste Mast steht, werden wir weiterkämpfen.

 
 
 

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