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Munition im Meer

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Munition im Meer

Munition im Meer

Zu einer Podiumsdiskussion unter dem Titel „80 Jahre Schleswig-Holstein – 80 Jahre Munition im Meer“ hatte der rührige Vorstand des Regionalmuseums Pönitz eingeladen. Wie drängend dieses Umweltthema ist, zeigte die geballte Kompetenz der Teilnehmer der Diskussion: Tobias Goldschmidt (Umweltminister), Professor Greinert (Geomar Kiel), Professor Maser (UKSH), Uwe Wichert (Militär-Historiker) und Oliver Kinast (Kampfmittelräumdienst).                                             Von November 1945 bis zum Januar 1949 wurden rund 1,6 Millionen Tonnen Munition in Nord- und Ostsee versenkt. Durch fortschreitenden Rost wird die Oberfläche der Kampfmittel stetig dünner. Dadurch gelangt permanent Sprengstoff ins Wasser, eine zunehmende Gefahr für Mensch und Umwelt.                                                                                                                                          Diese Fakten waren den rund fünfzig Besuchern der Veranstaltung meist schon bekannt. Neu für die meisten war, dass im September die Auftragsvergabe für die Plattform erfolgen wird und der Einsatz ab 2028 starten soll. Bis dahin sollen auch alle notwendigen rechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden. Auf dieser Plattform werden die Kampfmittel zerschnitten, der Sprengstoff verbrannt und die Metallteile als Schrott weggebracht. Die Finanzierung dieses Vorhabens ist laut dem deutschen Umweltministers Carsten Schneider (SPD) für die nächsten sechs Jahre gesichert. Für Professor Greinert erscheint die Beseitigung der Munitionsaltlasten in der Lübecker Bucht bis 2040 durchaus realistisch. Tobias Goldschmidt verwies in seinem Schlusswort noch einmal auf die Notwendigkeit hin, dass bei dieser Thematik die ständige Mitnahme der Öffentlichkeit von Nöten ist.                                              Unsere umweltpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion Sandra Redmann besuchte zusammen mit ihrer Nachfolgerin Heide Plücker ebenfalls die Veranstaltung. Sie verwies auf die außergewöhnlich gute Zusammenarbeit in Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und historische Begleitung hin, etwas was sie nur selten so gesehen hat. Bedauerlich ist die Tatsache, dass trotz der Brisanz und der Dringlichkeit dieses Themas keine Vertreter der Freien Wähler und der CDU aus unserer Gemeinde dieser Veranstaltung beigewohnt haben.

 
 
 

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