Bäderbahn
Bleibt die Bäderbahn erhalten oder wird sie stillgelegt? Timmendorfer Strand möchte sie erhalten, Scharbeutz eher nicht und Ratekau möchte Planungssicherheit vom Land. Die Bahn verzichtet auf einen Rückbau der Trasse und plant eine Weiche nördlich von Haffkrug, die gegebenenfalls einen Weiterbetrieb ermöglich würde. Das Land bekräftigt, dass es keinen Personennahverkehr mehr auf der Bäderbahn geben wird. Die Stadt Lübeck möchte eine Regio-S-Bahn schaffen, die müsste allerdings auf der alten Trasse der Bäderbahn fahren. Lediglich die Gemeinde Sierksdorf ist momentan von dem Wirrwarr nicht betroffen. Verkehrsexperten sollen nach der Stilllegung der Bäderbahn jetzt mittels einer Machbarkeitsstudie herausfinden, wie die Gemeinde Timmendorfer Strand in Zukunft am besten an den Nahverkehr angebunden werden kann. Betrachtet werden sollen verschiedene künftige mögliche Szenarien, wie den Ausbau des Busangebotes zwischen dem geplanten Bahnhof in Ratekau und dem bestehenden Bahnhof in Timmendorfer Strand. Die Untersuchung soll verschiedene Aspekte beleuchten: potentielle Routen, technische Machbarkeit und die wirtschaftliche und finanzielle Umsetzbarkeit. Für den Timmendorfer Bürgermeister Partheil-Böhnke steht bereits fest, dass es keine Alternative zur Bäderbahnstrecke geben wird. Dies sehen Scharbeutz und Ratekau nicht so. Sie fordern endlich eine verbindliche Entscheidung des Landes, um Planungssicherheit zu bekommen. Wie groß die Gegensätzlichkeiten sind, zeigt die Tatsache, dass Herr Keller Bürgermeister aus Ratekau und Frau Schäfer Bürgermeisterin aus Scharbeutz von einem gemeinsamen Pressetermin ausgeladen wurden.






