Im Zuge der Planung der Schienenanbindung der Festen Fehmarnbeltquerung wurde seitens der Deutschen Bahn festgestellt, dass sich die vormals geplante und vom Bundestag unterstützte Trogvariante im Bereich Sierksdorf aufgrund von gespanntem Grundwasser nicht ohne erhebliche Mehrkosten umsetzen lässt. Die von der Bahn vorgeschlagenen alternativen Trassenverläufe ließen den übergesetzlichen Lärmschutz vermissen. Daher forderte der Haushaltsauschuss des Bundestages die Bahn auf, im Dialog mit der Gemeinde Sierksdorf eine baulich umsetzbare Variante mit übergesetzlichen Lärmschutzmaßnahmen abzustimmen. Diese Variante sollte einen Kostenrahmen von 23,9 Millionen Euro nicht überschreiten.
In der Sitzung der Gemeindevertretung am 24. Mai sprach sich die GV für die Variante 3 der von der Bahn vorgelegten Varianten eins bis drei aus.
Die Bahn hatte nun aber das Ergebnis eines Gespräches mit dem gemeindlichen Arbeitskreis als Votum der Gemeinde ausgegeben und demzufolge die Variante 2 als „Billiglösung“ für 2,6 Millionen Euro herbeiführen wollen. Nur der umtriebigen Arbeit der ostholsteinischen SPD Abgeordneten Bettina Hagedorn, die diese Thematik überhaupt erst in den Haushaltsauschuss gebracht hatte, ist es zu verdanken, dass dieser Fauxpas der Bahn bemerkt wurde. Sie hat ihre Kollegen darauf hingewiesen, dass die Gemeindevertretung das alleinige Beschlussgremium ist. Der Haushaltsausschuss folgte dem Votum der Gemeinde Sierksdorf 1:1 und hat für die favorisierte Variante 3 Mehrkosten für Lärmschutz in Höhe von 9,9 Millionen Euro mit den Stimmen der Ampel-Koalition bewilligt. Die CDU-Mitglieder mit dem ostholsteinischen Bundestagsabgeordneten Ingo Gädechens haben sich übrigens enthalten.
Die Gemeinde Sierksdorf ist Bettina Hagedorn für diesen Erfolg unendlich dankbar.
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