
Die Fraktion des SPD-Ortsverein Sierksdorf besuchte die von der Friedensbibliothek und dem Antikriegsmuseum in Berlin erarbeitete Ausstellung „Das Judentum in Deutschland von 1920-1945“. Die Kirchengemeinde Süsel und der Förderverein Sanierung und Erhalt der Sankt-Laurentius-Kirche erinnern mit dieser Ausstellung an die fürchterlichen Ereignisse von der Weimarer Republik bis zum Ende der Nazi-Diktatur.
Michael Meininghaus, Mitglied der Kirchengemeinde und auch Genosse aus Süsel, gelang es, die Ausstellung ins Gemeindehaus nach Süsel zu holen. Juden, die eben noch für Deutschland im 1. Weltkrieg kämpften, wurden jetzt selbst von ihren Freunden zum Staatsfeind erklärt.
Der Antisemitismus in Deutschland und der Rassenwahn Hitlers und seiner Schergen führte zur fast vollständigen Vernichtung des Judentums in Deutschland und Europa. Zum Verständnis, wie die Juden in dieser Zeit wahrgenommen wurden, ein Zitat von Fritz Finn, Stadtschulrat, der Juden 1937 im Unterricht wie folgt beschrieb: „...der Jude ist ein Parasit, er ist ein Schmarotzer, Schacherer, Betrüger, Verbrecher…“.
Wir finden auch heute schon wieder Parallelen in der Beschimpfung von Bürgern mit Migrationshintergrund und Flüchtlingen. Davon müssen wir uns konsequent abgrenzen. Nie wieder ist jetzt! Währet den Anfängen.






