Die alte Tante SPD: Am Ende oder einfach nur uncool?

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Man kann fast schon Parallelen zu einigen Fußballvereinen finden. Läuft es nicht rund, werden gleich drastische Umbrüche gefordert. Die zahlreichen negativen Medienberichte dienen ganz offensichtlich dazu, das Erscheinungsbild der SPD in ein schlechtes Licht zu rücken. Alles und Jedes wird zerpflückt und zerrissen, der „Spiegel“ spricht gar von einer Verelendung der einst großen Volkspartei. Die SPD wird ausschließlich auf die Groko reduziert. Die Forderung nach „schneller Rückkehr zur Sachpolitik“ wird von Bloggern verhöhnt. An Sachpolitik hat es nun wirklich nicht gefehlt, sie wird von den „Mächtigen“ jedoch tragisch überschätzt. Sacharbeit ist notwendig, sie muss auch gut gemacht werden. Sie ist aber weder Problem noch Lösung, bietet der Gesellschaft anscheinend keine bewegende Vision in diesem verunsicherten Deutschland von heute. Sicherlich hat die Bundespartei auch aufgrund des großen Drucks „von außen“ unverzeihliche Fehler gemacht. Roman Herzog sage einmal: „Unser eigentliches Problem ist ein „mentales“. Die gescheiterten Jamaika-Verhandlungen haben dazu geführt, dass die SPD den Regierungsauftrag wieder angenommen hat. Die Wähler hatten sich über die langen Koalitionsverhandlungen, die Regierungsunfähigkeit mokiert. Gelb und Grün hatten es in der Hand, besonders die FDP konnte ihre eigenen Vorstellungen wohl nicht verwirklichen. Auf Drängen des Bundespräsidenten und auch aus ihrem eigenen Selbstverständnis heraus, wollte die SPD in einer schweren Zeit, in der in ganz Europa die Nationalisten auf dem Vormarsch sind, die Regierungsverantwortung dann doch wieder mit übernehmen. Jetzt - eigentlich ein gutes Recht der Opposition - wird permanent überzogen gefordert und geledert. Meist mit wenig sachlichem Inhalt aber dafür mit viel Polemik. Die CDU verliert zwar auch an Zustimmung in der Bevölkerung, die Eskapaden der CSU lassen nach den letzten Landtagswahlen aber immer noch eine Regierungsbeteiligung zu. Der große Verlierer war die SPD! Der Erfolg der Grünen liegt in einer gewissen Lockerheit. Grünen-Wähler haben ihre Wahlentscheidung nicht von speziellen Themen abhängig gemacht. Die Demoskopen nennen diesen Faktor „Sympathie“. Demokratische Systeme brauchen mitunter Menschen mit einem Führungswillen, der idealerweise durch eine glaubwürdige und sympathische Person verkörpert wird. In der SPD ist so eine Person schwer auszumachen. Entweder ist man laut oder zu leise. Sachlage und Gefühlslage sind nun mal zweierlei. Andrea Nahles und Ralf Stegner glänzen durch hervorragendes Wissen und Kompetenz, können aber man hört und liest es fast täglich – die „Gefühlslage“, das emotionale Bedürfnis der Deutschen, nicht bedienen. Deutschland braucht also einen emotionalen Neustart, mit neuen Leuten an der Spitze. Woher also nehmen? Da sind wir dann wieder bei der Verantwortung. Zitat John F. Kennedy „Frag nicht, was dein Land für dich tun kann, frag, was du für dein Land tun kannst“. Es steht jedem frei, in der Politik mit Zuversicht und neuer Nachdenklichkeit mitzumischen, das soziale Miteinander wieder herzustellen. Die SPD hat ein Debattencamp ins Leben gerufen, auf dem nicht nur die Sozialdemokraten/innen, sondern auch Interessierte ohne Parteibuch dabei sein können. Das Debattencamp präsentiert sich auch online unter DEBATTENPORTAL.SPD.DE nach dem Motto: MACH MIT! MACH ZUKUNFT. MACH DIE NEUE SPD – Leidenschaftlich, vielfältig – und mit Lust auf morgen!

 
 

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